Menu Close

Up-Date Covid-19 #2

Lockdown – Kein Lockdown – Lockdown – Kein Lockdown…

Die letzte Woche war für die Menschen in Malawi sehr verwirrend. Eigentlich sollte der Lockdown vor einer Woche schon beginnen, aber der Oberste Gerichtshof hat in einem Eilverfahren erreicht, dass aufgrund der mangelnden Maßnahmen für die Ärmsten der Armen der Lockdown nochmal um eine Woche verschoben wird. Die Menschen sind aber nicht wirklich sicher, wann es nun tatsächlich losgeht. Bisher gibt es 33 Infizierte und 3 Tote.

Das Hin und Her hat auch Auswirkungen auf Kondanani. Normalerweise hätten die Kinder nach regulärem Betrieb noch eine Woche Ferien gehabt, da aber für die Grund- und Mittelstufe nun plötzlich alle Lehrer für mindestens eine Woche nochmal zur Verfügung standen, wurde die Woche Ferien verschoben. Damit sollte den Kindern die Unterstützung, die während des Lockdowns (wie im letzten Blogeintrag beschrieben) in keiner Weise gewährleistet werden kann, nochmal zugute kommen. Aber ähnlich wie auch bei uns, reagierten viele Kinder mit Unverständnis und einer mangelnden Motivation. Die Unsicherheit, die das Land erlebt, spiegelt sich mittlerweile verständlicherweise auch bei den Kindern wider: ständig ändert sich etwas und man kann nur von einer Woche zur nächsten planen, was Strukturen und Abläufe durcheinanderbringt und die erwähnte Unsicherheit verursacht.

Joel, der Käsemeister, hat diese Woche nochmal intensiv genutzt, um Cheddar herzustellen. Wenn der Lockdown beginnt, kann er auch nicht arbeiten. Es gab Einbußen, weil viele Restaurants schon geschlossen haben oder eben keinen Käse mehr bestellen. Annie rechnet mit 1000€, die dem Kinderdorf durch den Wegfall dieser Einnahmequelle monatlich fehlen werden. Gehälter wird sie weiterhin zahlen, denn es gibt keine Form von Arbeitslosengeld oder Kurzarbeit.

Wer also ein paar Euro übrig hat und das Kinderdorf in dieser herausfordernden Zeit unterstützen möchte, kann unser Konto nutzen. Wir leiten die Spende dann weiter auf das malawische Konto. Auf Wunsch stellen wir Spendenbescheinigungen aus.

Auch möchten wir an der Stelle an unsere Fremdwährungsaktion erinnern. Wir sammeln altes Urlaubs- oder auch Spielgeld. Bitte setzt euch mit uns in Verbindung (am besten per E-Mail), wenn ihr uns ein paar verstaubte Münzen aus fernen Ländern oder vergangener Zeit überlassen wollt.

Zum Schluss können wir auch noch über etwas Positives berichten: Die Holländerin Anneke besucht Kondanani jedes Jahr für mehrere Monate und kennt sich dort genauso aus, wie alle anderen Mitarbeiter. Es ist ihr zweites Zuhause. Sie beschloss trotz Corona in Malawi zu bleiben und hat letzte Woche über 200 Gesichtsmasken für die Kinder und Mitarbeiter genäht. Offensichtlich eine Frau der Tat. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.