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Grüße von Annie Chikhwaza

Anmerkung: Der folgende Text ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Bei allem, was man über und aus Malawi liest, sollte man im Hinterkopf haben, dass die Menschen dort in einer anderen Kultur leben. Manches mag Manchem komisch erscheinen, hat aber für die Menschen dort einen Wert und eine Bedeutung.

“Liebe Unterstützer,

die letzten 6 Monate haben für viel Freude gesorgt. Unsere Kinder sind eine wunderbare Gruppe und ein wahrer Segen. Natürlich haben wir ein paar freche Teenager dabei, aber die verändern sich immer noch zum Besseren.

Gestern kamen 10 von unseren Kindern von einem 3-tägigen Ausflug in die ländlichen Gebiete, wo es viel Armut und viele Krankheiten gibt, zurück. Sie haben dort mit einem lokalen Pastor zusammengearbeitet. Sie haben den Menschen aus den Dörfern aus der Bibel vorgelesen und den Omas und Opas die Füße gewaschen und mit Öl massiert. Die „Golden Oldies“ mochten das sehr. Unsere Kinder haben die Hütten geputzt und haben den Frauen die Haare mit Shampoo gewaschen. Für manche dieser Dorfbewohnerinnen war es das erste Mal, dass sie Shampoo zum Haarewaschen nehmen konnten. Die Kinder haben Feuerholz gesammelt und Wasser von der Wasserstelle geholt. Manche unserer Kinder haben ihre eigenen Kleidungsstücke an ärmere Menschen verschenkt, andere haben von ihrem Taschengeld Kleidungsstücke gekauft. Das hat wirklich mein Herz berührt. Davon abgesehen schätzen die Kinder sehr, womit Gott sie bei Kondanani beschenkt hat. Danke, dass ihr Teil davon seid!

Im Februar haben die ersten 5 mittlerweile jungen Erwachsenen an der Universität nicht weit entfernt ein Studium begonnen. Eine aus dieser Gruppe lebt auf dem Campus-Gelände, weil sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme macht. Sie hat einen anderen Stundenplan als die anderen 4, die täglich zur Uni pendeln. Zwei davon studieren „Community Development“ (zu deutsch Gemeinschaftsentwicklung), einer „Environmental Studies“ (Umweltwissenschaften) und einer „English and Journalism“ (Englisch und Journalismus). Wir sind so gesegnet, dass wir für jeden einen Sponsor haben, der die Studiengebühren übernimmt. Ihr erstes Semester ist rum und wir warten schon gespannt auf die Ergebnisse. Alle hatten das Gefühl, bei den Prüfungen gut abgeschnitten zu haben.

Im September werden 2 weitere unserer Kinder ein Studium anfangen: eines an der medizinischen Fakultät und eines mit der Fachrichtung Grafik-Design. Auch hier sind wir dankbar, für Sponsoren, die das Studium finanzieren.

Unser Krankenhaus steht, aber es ist noch nicht in Betrieb. Es gab schon Mütter, die mit ihren Kleinen gekommen sind und um medizinische Hilfe gebeten haben. Die staatlichen Krankenhäuser haben nicht genügend Medikamente momentan. Wir würden gern loslegen, brauchen aber noch weitere Investoren für dieses Projekt. Wir warten außerdem auf einen Container aus dem Vereinigten Königreich mit vielen Dingen, die wir für das Krankenhaus brauchen. Hier gab es eine Verzögerung wegen des Zyklons, welcher den Hafen in Beira (Mosambik) getroffen hat. Der Container muss nun zu einem anderen Hafen gebracht werden.

Auch wir waren betroffen: Unsere Straßen waren Flüsse, weil es ununterbrochen 5 Tage und Nächte lang geregnet hat. Viele Häuser in der Umgebung sind zusammengebrochen. Auch im Kinderdorf hatten wir viele Schäden durch den starken Regen.

Nachdem dieses Jahr schon dreimal Ärzte aus Ägypten bei uns eine ambulante medizinische Versorgung für die umliegenden Dörfer angeboten haben, war sehr auffallend, dass sehr viele Malawier mit hohem Blutdruck zu kämpfen haben. Schlaganfälle sind häufig das Ergebnis. Die meisten Menschen können bei staatlichen Einrichtungen nicht die notwendigen Medikamente bekommen. Wir haben jetzt eine zweiwöchig stattfindende Bluthochdruck-Untersuchung in Angriff genommen. Wir messen den Blutdruck und händigen Medikamente aus. Das hat schon einige Leben gerettet.

Unsere Reha-Einrichtung ist sehr voll, da wir immer mehr Kinder mit Kinderlähmung dahaben. Wir machen hier einen Unterschied. Auf der einen Seite ist es traurig, dieses Leid zu sehen, auf der anderen Seite ist es wunderbar, dass wir den Dorfbewohnern aus der Umgebung, die besonders viel Hilfe brauchen, auch helfen können.

Unsere Molkerei und die Schweinefarm laufen gut. Wir bauen die Käserei weiter aus und erzielen erste Gewinne.

Unsere Schule hat ein fantastisches Lehrerteam.

Für mich selbst, war es das härteste Jahr aus finanzieller Sicht, aber Gott hat für alles gesorgt, was wir brauchten. Das macht uns glücklich.

Eure Annie.“

Kondanani gibt den Menschen aus der Region Arbeit (z.B. als Hausmütter, Handwerker, Köche, Wächter im Kondanani Kinderdorf) und muss aber auch spendenfinanziert die Gehälter zahlen. Wer dazu seinen Beitrag leisten möchte, kann sich gern an uns wenden (info@kondanani.de). Auch kleine Summen machen einen riesigen Unterschied im Leben dieser Menschen. 

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