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Es kann losgehen…

Es hat eine Weile gedauert, aber nun sind alle Dokumente der verschiedenen Ämter da und wir können mit unserer Vereinsarbeit und dem Spendensammeln loslegen. Pünktlich dazu hat uns Annie Chikhwaza letzte Woche noch ein Up-Date geschickt, was ich hier auszugsweise und auf Deutsch mit euch teilen möchte:

Es ist schon wieder April. Es war ziemlich viel los hier in Kondanani. Das Krankenhaus nimmt viel meiner Zeit in Anspruch. Mein Bruder kam für einen Monat aus den Niederlanden, um uns mit Zimmermannsarbeiten zu helfen – obwohl er gar kein Zimmermann ist. Er hat uns sehr geholfen. Ein Spender stellte Finanzen für die medizinische Ausrüstung des Krankenhauses bereit und jetzt warten wir auf eine Lizenz. Nichts geht sehr schnell hier in Malawi, deswegen kann sich hier Geduld sehr gut entwickeln, wenn man es von der positiven Seite betrachtet. Wir haben jede Menge Stoff aus Pakistan erhalten und alle Bettlaken genäht. Momentan nähen wir gerade kleine Jäckchen für die kleinen Patienten. Da wir uns um arme Kinder kümmern werden, werden sie in schmutzigen Sachen kommen. Ich möchte, dass sie sich sauber, geliebt und umsorgt fühlen. 
Unseren Jugendlichen, die im Januar mit ihrem Studium an der Uni begonnen haben, geht es richtig gut. Ich bin mit unserer schulischen Ausbildung bei Kondanani sehr zufrieden. Unsere Absolventen sind den anderen voraus, weil sie Projektarbeit schon kennen und wissen, wie man einen guten Aufsatz schreibt und wie man am Computer arbeitet. Die meisten Kinder, die das malawische Schulsystem absolviert haben, kennen sich mit den genannten Sachen nicht aus und das führt dazu, dass bei Gruppenarbeiten unsere Absolventen von ihren Mitstudenten gefragt werden, die Leitung zu übernehmen. Ich muss sicherlich nicht sagen, wie stolz ihre Mami auf sie ist. Weitere 7 Kinder werden am Ende dieses Jahres soweit sein, ein Studium zu beginnen. Das ist eine Herausforderung, aber ich bin dankbar, dass wir soweit gekommen sind. Wenn ich die vielen Kinder sehe, die in Malawi auf der Straße betteln – viele von ihnen verwaist – dann freue ich mich, dass wir unseren Waisenkindern das Bestmögliche geben können. 
Sicherlich habt ihr von dem Zyklon gehört. Er hat uns nicht mit voller Wucht getroffen. Wir hatten sehr starke Winde, haben 3 Bäume verloren und hatten 5 Tage Starkregen. Wir liegen ziemlich hoch und der Regen sammelt sich in den tiefer gelegenen Gebieten. Es war traurig zu sehen, wie die Leute in den Dörfern um uns herum ihre Hütten verloren haben. Es war wirklich nicht schön, glaubt mir das. Ich war sehr um unsere Dächer besorgt, aber nur ein paar hatten Schäden. Der Regen hat für mehr Schäden gesorgt. 
In den einzelnen Bereichen von Kondanani läuft es gut. Unsere Käseproduktion macht Gewinn, aber wir könnten mehr schaffen, wenn wir einen Vollzeit-Manager hätten, der sich um die Landwirtschaft und alles, was damit zusammenhängt, kümmert. 
Danke für eure Unterstützung. Sie macht einen großen Unterschied. Eure Annie
Wir freuen uns, in engem Kontakt mit Annie zu stehen und regelmäßig zu erfahren, wie es den Kindern und Mitarbeitern geht bzw. was benötigt wird. Kondanani möchte gern den Menschen aus den umliegenden Dörfern, die ihre Hütten verloren haben, helfen und sie unterstützen. Wer dafür gezielt spenden möchte, kann das im Verwendungszweck vermerken oder uns direkt kontaktieren.

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